Steuerschock für Millionen Rentner: Mehr als 1300 Euro Nachzahlung möglich
Neue Rentenbezugsmitteilungen und strengere Prüfungen der Finanzämter führen dazu, dass viele Rentner erstmals Steuern zahlen müssen. In einigen Fällen werden hohe Nachzahlungen fällig andere Rentner erhalten dagegen Geld zurück.
Warum jetzt so viele Rentner betroffen sind
Die Finanzämter gleichen seit einiger Zeit die Rentenbezugsmitteilungen der Deutschen Rentenversicherung systematisch mit den Steuerdaten ab. Dadurch fallen Unstimmigkeiten schneller auf. Viele Rentner, die bisher keine Steuererklärung abgegeben haben, geraten nun in die Pflicht, weil ihre Einkünfte den Grundfreibetrag überschreiten. Besonders betroffen sind Personen mit zusätzlicher Betriebsrente oder Nebeneinkünften.
Nachzahlungen von über 1300 Euro wie entstehen sie?
Laut aktuellen Auswertungen können Nachzahlungen von mehreren Hundert bis über 1300 Euro entstehen. Gründe dafür sind gestiegene Renten, steuerpflichtige Zusatzleistungen, Kapitalerträge oder Mieteinnahmen. Auch fehlende oder verspätete Steuererklärungen spielen eine Rolle, da das Finanzamt rückwirkend mehrere Jahre prüfen kann. Besonders kritisch wird es, wenn Rentner ihre steuerpflichtigen Anteile unterschätzt haben.
Wer Geld zurückbekommt
Nicht alle Rentner müssen nachzahlen viele erhalten sogar Erstattungen. Das passiert vor allem dann, wenn zu hohe Vorauszahlungen geleistet wurden oder wenn bestimmte Ausgaben steuerlich geltend gemacht werden können. Dazu gehören Kranken und Pflegeversicherungsbeiträge, außergewöhnliche Belastungen wie Medikamente oder Pflegekosten sowie Handwerkerleistungen. Rentner mit geringen Nebeneinkünften profitieren besonders.
Was das Finanzamt jetzt genauer prüft
Die Behörden kontrollieren, ob die gemeldeten Rentenbeträge mit den Angaben in der Steuererklärung übereinstimmen. Abweichungen führen zu Rückfragen oder Korrekturen. Wichtig ist, alle relevanten Bescheinigungen vollständig einzureichen, um Verzögerungen zu vermeiden. Rentner sollten daher ihre Unterlagen sorgfältig prüfen und bei Unsicherheiten steuerlichen Rat einholen.