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GESUNDHEITSPOLITIK

Das sind die Folgen: Wenn Medizin keine Kassenleistung mehr ist

Deutschland, 10. September 2026 · BDCan-Versorgungsmonitoring

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Der Bund Deutscher Cannabis-Patienten e.V. (BDCan) veröffentlicht die Zwischenergebnisse seines Versorgungsmonitorings: 98 Teilnehmende, 99 bestätigte Erhebungen. Die Botschaft der Kampagne "Medizin ist keine Freizeit!": Echte Patienten. Echte Zahlen. Echte Folgen.

Gesundheit und Alltag

Die Befragten berichten von einer erheblichen Beeinträchtigung durch den Wegfall der Kassenleistung. Auf einer Skala von 0 bis 10 liegt die durchschnittliche Beeinträchtigung der Lebensqualität bei 8,23 und die des Alltags bei 7,77.

  • 57 Betroffene berichten von Problemen mit Haushalt oder Selbstversorgung
  • 57 Betroffene berichten von sozialem Rückzug oder Konflikten
  • 44 Betroffene haben häufigere Arztkontakte
  • 30 Betroffene benötigen zusätzliche Medikamente oder höhere Dosierungen

Finanzielle Belastung

Die wegfallende Kostenübernahme zwingt viele Patientinnen und Patienten zu drastischen Einschränkungen im Alltag:

  • 59 Betroffene verzichten auf soziale Teilhabe
  • 44 Betroffene verzichten auf Lebensmittel
  • 39 Betroffene sind in ihrer Mobilität eingeschränkt
  • 26 Betroffene verzichten auf andere medizinische Leistungen
  • 25 Betroffene machen Schulden oder nehmen einen Kredit auf
Symbolbild Kostenvergleich

Vorläufiger Kostenvergleich

Ein erster, explorativer Blick auf die individuellen Tagesdifferenzen zeigt bei einer kleinen Teilgruppe von 12 Personen einen Median von +18 € pro Tag hochgerechnet auf 30 Tage ergibt das eine Mehrbelastung von +540 €.

Hinweis: Diese Rechnung basiert auf einer kleinen Teilgruppe und ist als vorläufige, explorative Kennzahl einzuordnen. Sie beschreibt keine typischen Mehrkosten aller Teilnehmenden.

Und das ist erst der Anfang

Von den 98 Betroffenen im Monitoring haben bereits 68 ihre Versorgung verändern müssen. Viele Befragte berichten gleichzeitig über gesundheitliche Beschwerden, Einschränkungen im Alltag und finanzielle Engpässe die Belastungen treten also nicht isoliert, sondern in Kombination auf.

Die vollständigen Ergebnisse sind unter monitoring.bdcan.de/ergebnisse einsehbar.

Fazit: Die Zwischenergebnisse des BDCan-Versorgungsmonitorings zeigen deutlich: Der Wegfall der Kassenleistung für Cannabis als Medizin trifft Patientinnen und Patienten hart gesundheitlich, sozial und finanziell. Der BDCan setzt sich weiter ein für eine sichere Versorgung, echte Patientenrechte und eine menschliche Gesundheitspolitik. Gemeinsam. Laut. Wirksam.

Hinweis: "Therapie statt Stigma!" die Kampagne läuft weiter, das Monitoring wird fortgesetzt.

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