Gehen wir falsch auf Toilette? Warum unsere Haltung so wichtig ist
Wussten Sie, dass die meisten von uns ihren Stuhlgang nicht richtig erledigen? Das Thema mag unangenehm sein, doch es gibt spannende und hilfreiche Fakten, die Sie kennen sollten und genau darauf habe ich mich spezialisiert.
Das Problem: Die „moderne“ Sitztoilette
Unsere üblichen Sitztoiletten sind bequem, aber nicht unbedingt optimal für unseren Darm. In aufrechter Sitzhaltung wird der Enddarm leicht abgeknickt. Das kann dazu führen, dass wir stärker pressen müssen, der Stuhlgang länger dauert und sich auf Dauer Probleme wie Hämorrhoiden, Verstopfung oder ein Völlegefühl entwickeln können.
Die natürliche Hockposition
In vielen Kulturen ist die Hocke die natürliche Haltung beim Stuhlgang und das aus gutem Grund. In der Hockposition richtet sich der Enddarm auf, der Schließmuskel entspannt leichter und der Stuhl kann mit weniger Druck ausgeschieden werden. Der Körper arbeitet also mit uns, nicht gegen uns.
Vorteile der Hockposition
- Weniger Pressen: Der Stuhlgang fällt leichter und schneller.
- Entlastung des Beckenbodens: Weniger Druck auf Gefäße und Gewebe.
- Vorbeugung von Beschwerden: Kann helfen, Problemen wie Hämorrhoiden und Verstopfung vorzubeugen.
Wie Sie Ihre Sitztoilette „optimieren“ können
Keine Sorge, Sie müssen Ihr Bad nicht umbauen. Mit ein paar einfachen Tricks können Sie Ihre Haltung auf der Toilette deutlich verbessern:
- Fußhocker verwenden: Stellen Sie einen kleinen Hocker vor die Toilette und platzieren Sie Ihre Füße darauf. So kommen Sie in eine annähernde Hockposition.
- Oberkörper leicht nach vorne beugen: Die Ellenbogen können auf den Knien aufliegen das entspannt den Bauchraum.
- Zeit lassen, aber nicht „sitzen bleiben“: Gehen Sie erst auf Toilette, wenn Sie wirklich müssen, und vermeiden Sie langes Sitzen mit Smartphone oder Zeitschrift.
Signale des Körpers ernst nehmen
Der Drang zur Toilette ist ein wichtiges Signal Ihres Körpers. Wer ihn immer wieder unterdrückt, riskiert, dass der Darm „träge“ wird. Versuchen Sie, auf Ihren Körper zu hören und regelmäßige Zeiten für den Toilettengang zu etablieren zum Beispiel morgens nach dem Frühstück.
Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
Auch die beste Haltung ersetzt keine medizinische Abklärung. Wenn Sie unter anhaltender Verstopfung, Schmerzen, Blut im Stuhl oder starkem Druckgefühl leiden, sollten Sie unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Frühe Abklärung kann ernsthafte Erkrankungen ausschließen oder rechtzeitig erkennen.
Fazit: Kleine Veränderung, großer Effekt
Wir gehen nicht „falsch“ auf Toilette, weil wir etwas falsch machen wollen sondern weil wir es nie anders gelernt haben. Mit einer leicht veränderten Haltung, einem einfachen Fußhocker und mehr Bewusstsein für die Signale unseres Körpers können wir unseren Darm deutlich entlasten.
Probieren Sie es aus: Passen Sie Ihre Toilettenhaltung an und beobachten Sie, wie sich Ihr Wohlbefinden verändert. Ihr Darm wird es Ihnen danken.