Zigaretten sollen teurer werden als ohnehin schon geplant: Neue Regierungspläne schocken Raucher
Raucherinnen und Raucher müssen sich auf deutlich höhere Preise einstellen: Nach Informationen aus Regierungskreisen soll die Tabaksteuer ab 2027 stärker steigen als ursprünglich geplant. Damit würde eine Schachtel Zigaretten künftig deutlich über die psychologisch wichtige 10‑Euro‑Marke hinausgehen.
Was steckt hinter den neuen Plänen?
Laut Finanzministerium soll die Maßnahme nicht nur zusätzliche Einnahmen bringen, sondern auch den Tabakkonsum weiter senken. Die bisherigen Steuererhöhungen hätten zwar Wirkung gezeigt, doch die Zahl der Raucher stagniere. Mit der neuen Anpassung will man „einen weiteren Schritt in Richtung Gesundheitsprävention“ gehen.
Geplant ist eine jährliche Erhöhung der Tabaksteuer um rund 50 Cent pro Packung – zusätzlich zu den bereits beschlossenen Steigerungen. Damit könnte eine Standardpackung mit 20 Zigaretten bis 2028 über 11 Euro kosten.
Das Finanzministerium verweist auf steigende Gesundheitskosten durch Raucherkrankheiten und will mit höheren Preisen „Anreize zur Entwöhnung“ schaffen.
Kritik von Wirtschaft und Verbrauchern
Die Tabakindustrie reagiert empört: Vertreter sprechen von einer „Übersteuerung“, die Schmuggel und illegale Märkte fördern könnte. Auch viele Raucher fühlen sich bevormundet. In sozialen Netzwerken kursieren bereits Kommentare wie „Der Staat kassiert, wir zahlen – und die Sucht bleibt“.
Verbraucherschützer sehen die Lage differenzierter: Zwar sei der Preis ein wirksames Mittel zur Reduzierung des Konsums, doch müsse man auch die soziale Komponente beachten. „Gerade Menschen mit geringem Einkommen trifft das besonders hart“, heißt es aus dem Deutschen Konsumentenverband.
Deutschland gehört schon jetzt zu den Ländern mit den höchsten Tabaksteuern in Europa – und könnte mit der neuen Regelung die Spitzenposition übernehmen.
Was bedeutet das für Raucher konkret?
Wer täglich eine Schachtel raucht, zahlt künftig bis zu 100 Euro mehr pro Monat. Viele dürften sich daher nach Alternativen umsehen – etwa E‑Zigaretten oder Tabakerhitzer, die steuerlich bislang günstiger behandelt werden. Doch auch hier plant die Regierung laut Insidern eine Anpassung.
Die neuen Pläne sollen im Herbst ins Kabinett eingebracht werden. Ob sie in dieser Form beschlossen werden, ist noch offen – doch die Richtung ist klar: Rauchen wird teurer, und das mit politischer Absicht.